DATEV Backup: Kanzlei-Daten richtig sichern — Strategie & Tools

DATEV Backup: So sichern Sie Ihre Kanzlei-Daten richtig

Mandantendaten, Jahresabschlüsse, Lohnabrechnungen, DMS-Dokumente — geht das verloren, drohen Haftungsansprüche und der Verlust langjähriger Mandantenbeziehungen.

Das Problem: Viele Kanzleien verlassen sich darauf, dass DATEV die Daten sichert. Das ist ein Irrtum. DATEV sichert Rechenzentren und Verfügbarkeit — nicht Ihre lokalen Daten. Für Ihre Daten sind Sie selbst verantwortlich.

Was DATEV sichert — und was nicht

Was DATEV absichert: – Rechenzentrum-Verfügbarkeit (Redundanz, Notstrom, Klimatisierung) – 99,9 % Hochverfügbarkeit bei DATEV PARTNERasp – Datensicherung im DATEV-Rechenzentrum (nur bei PARTNERasp-Kunden)

Was Sie selbst sichern müssen: – Lokale DATEV-Datenbanken auf Ihrem Server – DATEV-Konfigurationen und Druckerspooler-Einstellungen – Lokale Dokumente und E-Mails, die nicht in DATEV DMS liegen – DATEV Unternehmen online: die lokalen Exportdaten – Windows-System und Benutzerprofile der Workstations

Wer DATEV auf einem eigenen Server betreibt, ist für das komplette Backup selbst verantwortlich.

Was professionelle DATEV-Datensicherung Ihrer Kanzlei erspart

Ein funktionierendes Backup-Konzept ist keine IT-Ausgabe — es ist eine Absicherung gegen existenzielle Risiken:

  • Kein Datenverlust: Mandantendaten, Jahresabschlüsse und DMS-Dokumente sind

wiederherstellbar — nach Ransomware, Hardwareausfall oder versehentlichem Löschen. – Kein Haftungsrisiko: GoBD schreibt 10 Jahre Aufbewahrungspflicht vor. DSGVO erfordert verschlüsselte Sicherung. Ein lückenloses Backup-Protokoll schützt vor Bußgeldern. – Kürzere Ausfallzeit: Mit getesteten Backups dauert die Wiederherstellung Stunden — nicht Wochen. Ihr Kanzleibetrieb läuft schneller wieder. – Kein Lösegeld: Bei einem Ransomware-Angriff mit funktionierendem Backup zahlen Sie nichts. Ohne Backup ist Zahlen oft die einzige Option.

Die 3-2-1-Backup-Regel für DATEV-Kanzleien

Die Basis aller professionellen Backup-Strategien:

  • 3 Kopien der Daten (1× Original + 2× Backup)
  • 2 verschiedene Speichermedien (z.B. NAS + Cloud)
  • 1 Kopie an einem anderen Ort (offsite oder Cloud)

| Ebene | Medium | Häufigkeit | Aufbewahrung | |—|—|—|—| | Lokal (schnell) | NAS im Kanzleinetzwerk | Täglich, inkrementell | 14 Tage | | Offsite (sicher) | Cloud-Backup (verschlüsselt) | Täglich, vollständig | 90 Tage | | Archiv (langfristig) | Externe Festplatte (offline) | Wöchentlich | 1 Jahr |

Welche DATEV-Daten müssen gesichert werden?

DATEV-Datenbank (SQL Server) Enthält alle Mandantendaten, Buchungen, Lohndaten. Tägliche Sicherung ist Pflicht. SQL- Datenbanken brauchen eine datenbankkonsistente Sicherung (VSS-Writer oder SQL Backup Agent) — keine einfache Datei-Kopie.

DATEV DMS-Dokumente Belege, Verträge, E-Mails — je nach Kanzleigröße mehrere hundert Gigabyte. Tägliche Sicherung mit Versionierung empfohlen.

DATEV-Konfiguration Druckereinstellungen, Benutzerkonfigurationen, Arbeitsplatzeinstellungen. Selten geändert — im Schadensfall mühsam manuell wiederherzustellen.

E-Mail-Archiv Bei E-Mails in DATEV oder angebundenen Archivsystemen: GoBD schreibt 6–10 Jahre Aufbewahrung vor.

Backup-Software für DATEV

Veeam Backup & Replication Marktführer für Windows/Hyper-V/VMware. VSS-aware, SQL-Server-Backup, granulare Wiederherstellung. Für Kanzleien mit eigenem Server die erste Wahl.

Acronis Cyber Protect Backup kombiniert mit Endpoint-Security. Einfach zu verwalten, Cloud-Backup inklusive. Geeignet für kleinere Kanzleien ohne eigene IT-Abteilung.

Windows Server Backup Kostenlos im Windows Server enthalten. Ausreichend für sehr kleine Kanzleien — aber keine Cloud-Integration und eingeschränkte Wiederherstellungsoptionen.

Backup ohne Test ist kein Backup

Empfohlene Testfrequenz:

  • Monatlich: Wiederherstellung einer einzelnen Datei aus DMS
  • Quartalsweise: Vollständige Test-Wiederherstellung in isolierter Umgebung
  • Jährlich: Disaster-Recovery-Test — vollständige Wiederherstellung auf neuer Hardware oder VM

Viele Kanzleien stellen beim ersten echten Schadensfall fest: Das Backup war vorhanden — hat aber nicht funktioniert.

DSGVO und GoBD: Was Kanzleien beachten müssen

GoBD: Steuerrelevante Daten müssen 10 Jahre aufbewahrt werden. Backups müssen unveränderlich gespeichert sein (WORM-Speicher oder unveränderliche Cloud-Snapshots).

DSGVO: Personenbezogene Daten (Mandantendaten, Lohndaten) müssen verschlüsselt gesichert werden — lokal und in der Cloud. Das Backup-System muss im Verarbeitungsverzeichnis dokumentiert sein.

Datenlöschung: Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist müssen auch Backup-Kopien sicher gelöscht werden.

Stüber Computer: DATEV Backup für Kanzleien in Düsseldorf

Als DATEV-erfahrenes IT-Systemhaus in Düsseldorf richten wir professionelle Backup-Lösungen für Steuerkanzleien ein — GoBD-konform, DSGVO-gerecht und vollständig überwacht.

  • Backup-Analyse: Was wird gesichert, wie oft, wie lange?
  • Einrichtung Veeam oder Acronis für DATEV-Umgebungen
  • Cloud-Backup mit verschlüsselter Übertragung und Speicherung
  • Monatliche Test-Wiederherstellung und Protokollierung
  • GoBD-Dokumentation für Ihre Buchhaltungs-Software

Kombinierbar mit Managed IT Services und DATEV Hosting vs. eigener Server.

DATEV-Backup prüfen lassen: ☎ 0211 9779 958 | Kontakt

Weiterführend: DATEV E-Rechnung 2025 — Was Kanzleien jetzt einrichten müssen

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